Von Schwarz und Weiß zu Farbe. Die Freiburger Archäologie wird ausgestellt
Die Ausstellung stellt mehr als ein Jahrhundert der Archäologie im Kanton Freiburg (Schweiz) dar, von den ersten, oft bahnbrechenden Erkundungen bis zur Strukturierung des heutigen Archäologischen Dienstes. Sie ist Teil einer umfassenderen Reflexion über das kulturelle Erbe, verstanden nicht nur als eine Ansammlung materieller Überreste, sondern auch als ein lebendiges kollektives Gedächtnis, das von den Generationen geformt, weitergegeben und neu interpretiert wird.
Durch den Reichtum und die Vielfalt der präsentierten Fotografien entdeckt der Besucher die konkreten Spuren der Ausgrabungen und Entdeckungen, die im gesamten Kantonsgebiet durchgeführt wurden. Aber über die Stätten und Objekte hinaus zeigen diese Bilder vor allem die Frauen und Männer, die gestern wie heute Archäologie machen: Feldarchitekten, Spezialisten, Techniker, Restauratoren und Studenten. usw. Ihr Engagement, ihre Expertise und ihr Blick tragen dazu bei, dass Fragmente der Vergangenheit aus dem Boden auftauchen und ihnen wieder Sinn geben.
Die Ausstellung beleuchtet auch die Aufgaben, Werkzeuge, Herausforderungen und Entwicklungen einer sich ständig verändernden Disziplin am Schnittpunkt wissenschaftlicher Forschung und Dienst an der Gemeinschaft. Denn die Freiburger Archäologie beschränkt sich nicht auf die Entdeckung: Sie beteiligt sich aktiv an der Erhaltung, Aufwertung und Weitergabe des kulturellen Erbes im Hinblick auf das Gemeinwohl. Sie erinnert daran, dass dieses Erbe nur existiert, weil es von denen anerkannt, erforscht und geteilt wird, die es täglich leben lassen.
Fotografie © Service archéologique de l’Etat de Fribourg